Wie wir arbeiten – und welche Tools wir verwenden
Wie arbeiten wir? Wie sollten wir arbeiten? Welche Tools sind sinnvoll, und wann ist es Zeit, sie zu überdenken? Diese Fragen stellen wir uns bei CORS regelmäßig.

Jeder hat eigene Ideen, wie sich Arbeitsabläufe verbessern lassen, und oft lohnt es sich, sie auszuprobieren. Mit der Zeit wird aber klar: Arbeitsabläufe sind nicht in Stein gemeißelt. Selbst wenn man klare Prozesse definiert, verändert sich die tägliche Arbeit. Teams wechseln, Anforderungen entwickeln sich weiter, und Tools, die gestern noch perfekt funktioniert haben, fühlen sich morgen schon unhandlich an.
Deshalb ist „wie wir arbeiten“ für uns keine feste Doktrin, sondern etwas, das mit uns wächst. Wir beginnen mit einer klaren Grundlage und passen uns laufend an. Wenn etwas ineffizient wirkt, hinterfragen wir es. Wenn etwas funktioniert, behalten wir es bei.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir unsere Arbeit angehen, auf welche Tools wir setzen und wie wir entscheiden, wann es Zeit für Veränderungen ist. Denn Flexibilität ist für uns kein Bonus, sondern der einzige Weg, in einem schnelllebigen Umfeld produktiv zu bleiben.
Unser Wochenrhythmus
Jede Woche gibt es eine Besprechung mit dem ganzen Team, in der alle erzählen, woran sie gerade arbeiten. Das Format ist strukturiert, aber einfach: Alle gehen ihre Aufgaben durch, sagen, was als Nächstes ansteht, und sprechen an, wofür sie Input oder eine Klärung brauchen. So hat das ganze Team einen klaren Überblick, ohne dass während der Woche ständig nachgefragt werden muss.
An einem Tag pro Woche versuchen wir, alle gemeinsam im Büro zu sein. An diesem Tag gehen wir größere Themen an, besprechen Dinge persönlich und bleiben als Team auch abseits der digitalen Kommunikation in Kontakt.
Die Tools hinter unserem Workflow
Unsere Tools sind nicht zufällig gewählt. Sie spiegeln wider, was wir im Alltag tatsächlich brauchen, geprägt von Erfahrung, Teamgewohnheiten und echten Projektanforderungen. Einige waren von Anfang an naheliegend, andere haben sich erst nach Tests und Iterationen als passend herausgestellt.
PHPStorm: Unsere Entwicklungsbasis
Für die Entwicklung mit Symfony, Pimcore und CoreShop ist PHPStorm unsere erste Wahl. Es ist schnell, kontextsensitiv und unterstützt unseren Stack mit vielen Funktionen, von der Code-Navigation über automatisches Refactoring bis zum Debugging. Es ist nicht nur ein Editor, sondern Teil unserer Effizienz.
Docker: Konsistenz über Umgebungen hinweg
Docker gehört zu unserer täglichen Routine. Damit ist „bei mir funktioniert’s aber“ kein Thema mehr. Lokale Entwicklungsumgebungen, Staging-Setups, CLI-Tools: Wir containerisieren, was wir können, damit alle im Team mit demselben Setup arbeiten, egal wo sie gerade sind.
Kubernetes: Infrastruktur in großem Maßstab
Unsere Infrastruktur läuft auf Kubernetes. Das gibt uns die Flexibilität, Dienste skalierbar und automatisiert bereitzustellen und zu verwalten. Von Hintergrundprozessen bis zu Frontend-Diensten hilft uns Kubernetes, die Dinge vorhersehbar und widerstandsfähig zu halten. Es ist kein „einmal einrichten und vergessen“, aber ist es einmal eingerichtet, läuft es rund.
Sentry: Fehlerüberwachung in Echtzeit
Sentry warnt uns frühzeitig, wenn etwas nicht funktioniert. Wir warten nicht auf Fehlerberichte, sondern sehen direkt in der Produktion, was wo und warum schiefläuft. So können wir proaktiv statt reaktiv handeln.
Slack: Tägliche Kommunikation
Intern hält Slack unser Team auf demselben Stand. Hier wird diskutiert, hier werden Links geteilt und Fragen schnell beantwortet, ohne Meetings oder lange E-Mail-Verläufe.
Google Meet und Microsoft Teams
Für Besprechungen mit Kunden und Partnern verwenden wir Google Meet oder Microsoft Teams, je nachdem, was die andere Seite bevorzugt. Beide sind weit verbreitet, zuverlässig für Anrufe und Bildschirmfreigaben und ohne großen Einrichtungsaufwand nutzbar. Gerade zwischen verschiedenen Organisationen hält das die Kommunikation einfach.
Jira: Struktur ohne Ballast
In Jira verfolgen wir unsere Arbeit: Sprints, Tickets, Blocker, Bugs. Wir versuchen, es einfach zu halten. Es dient der Transparenz und Koordination, nicht der Bürokratie. Richtig eingesetzt kommen wir damit schnell voran, ohne etwas zu übersehen.
BBEdit: Umgang mit großen Dateien
Bei riesigen Datenexporten, Logs oder Legacy-Dumps greifen wir zu BBEdit. Es verarbeitet große Dateien, ohne abzustürzen oder langsam zu werden: ein kleines, aber unverzichtbares Werkzeug für solche Fälle.
CoreShop
Für unsere Webprojekte verwenden wir CoreShop, ein E-Commerce-Framework auf Basis von Symfony und Pimcore. Es gibt uns Flexibilität, ohne dass wir das Rad neu erfinden müssen, und vor allem können wir unsere Lösungen an das Projekt anpassen und nicht umgekehrt.
Wir installieren nicht einfach jedes verfügbare Bundle und belassen es dabei. Wir nehmen uns die Zeit zu verstehen, welche Funktionen den Business Case tatsächlich unterstützen. Ob Produktvarianten, schnelle Bestellabläufe, Anfragelisten oder eigene Preismodelle: Jedes Bundle, das wir verwenden, kommt mit Bedacht dazu.
Weil CoreShop modular aufgebaut ist, bleiben die Dinge übersichtlich und wartbar. Und wenn etwas noch nicht existiert, entwickeln wir es selbst, immer mit dem Ziel, es in künftigen Projekten wiederverwenden zu können.
In der Praxis bedeutet das:
- keine überladenen Setups, nur um Checklisten abzuarbeiten,
- kein Anhäufen von Funktionen „für alle Fälle“,
- und ein klarer Fokus darauf, jeden Shop auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer zuzuschneiden.
Es geht nicht nur darum, einen Shop zu starten, sondern etwas zu bauen, das gut funktioniert, sauber skaliert und sich mit der Zeit weiterentwickeln kann, ohne unübersichtlich zu werden.
Es läuft nicht immer alles perfekt – und das ist okay.
Unser Ziel ist, von Anfang an alles richtig zu machen. Aber wir sind realistisch: Nicht alles funktioniert auf Anhieb perfekt.
Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben, erkennen, was besser funktionieren könnte, und uns laufend verbessern. Diese Denkweise gehört zu unserer Arbeitsweise und sorgt dafür, dass wir in dem, was wir tun, immer besser werden.
Es geht nicht um Perfektion um jeden Preis, sondern darum, eine Lösung zu bauen, die tatsächlich funktioniert, und sie Schritt für Schritt zu verbessern.
Hast du Ideen, Fragen oder eigene Lieblingswerkzeuge? Wir tauschen uns gern aus.

